IKEA

Der mit Abstand sicherste Weg zum (Ehe-)Krach ist IKEA. Wer lange nicht mehr gestritten hat oder auch nur wieder etwas Pfeffer in die Beziehung bringen will, sollte sich dringend ?berlegen, ob er nicht mal wieder ein neues Sofa braucht oder ob das alte Billy noch ausreicht. Nirgends l?sst sich so lustvoll, geplant und koordiniert streiten, als bei IKEA.
Idealerweise geht man Samstag morgens. Dann kann man sicher sein, die optimalen Bedingungen bei genug Dr?ngelei, Enge und Hektik vorzufinden.

Den Start muss die Partnerin ?bernehmen, indem sie kommentarlos eine dieser eklig blau-gelben Plastiktaschen vom Haken nimmt. Hier sollte sich nun der Partner einschalten und dezent darauf hinweisen, dass Billy mitnichten in diese Tasche passe sondern man weiter vorn eins der W?gelchen nehmen m?sse und man sowieso nicht gewillt sei, am Schn?ppchenmarkt auch nur l?nger als 30 Sekunden zu verweilen. Dies allein f?hrt dann bereits zu ersten Diskussionen ?ber Teelichten und die schei?billigen Gl?ser inklusive dem Hinweis, man wolle sich ohnehin nur kurz umschauen und brauche die Tasche aus rein prophylaktischen Gr?nden (und au?erdem passt da der Katalog so sch?n rein).

Sehr sch?n w?re auch, wenn Kinder vorhanden w?ren, die man am besten allesamt im Kinderparadies abliefert. Ideal w?ren hier "Modevornamen" (nirgendwo erkennt man besser, welche Namen gerade en vogue sind, als bei IKEA). Auch sollten es eher quengelige Kinder sein, die im 10-Minuten-Takt wieder aus dem Kinderparadies abgeholt werden wollen (man fragt sich immer wieder: Haben die armen Kinder denn keine Oma, die sich mal einen Samstag morgen um sie k?mmert?).

Es folgt nun das eigentliche Szenario: Nach einigen Diskussionen, ob man nicht z?gig durchgeht und auch die Abk?rzungen nehmen kann, erfolgt der definitive H?hepunkt im Schn?ppchenmarkt, wenn die Partnerin zielstrebig Teelichten, Gl?ser, den "7-armigen Leuchter", einige Handt?cher sowie die obligatorische Pflanze einsackt (diese gengez?chteten Dinger ?berleben nur im IKEA-Dunkel und krepieren durch den entstandenen Lichtschock drau?en binnen Tagen) und dadurch die eigentlich bescheidene Rechnung vervierfacht.
Nun lassen sich s?mtliche Komplexe einbauen und abladen:
- Man(n) verdiene zu wenig
- Frau solle doch auch arbeiten gehen
- "du bist ungerecht, Hausarbeit ist auch Arbeit"
...und so kann man lustig s?mtliche psychologischen Untiefen ausloten.


....und das Sch?nste an IKEA ist: ES GEHT ALLEN SO!!! So gesehen, darf man IKEA getrost als die weltweit gr??te Paartherapie betrachten....
24.5.05 20:06
 


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